S.C. Mendes – The City

There is a civilization buried deep beneath our own. A place spoken of only in whispers. If you are desperate enough, you will find it. But remember, all knowledge comes at a price.

The bodies were discovered six months after Max Elliot turned in his badge. All that remained of the victims were piles of flayed skin and organs. The bones of each body had been stolen. This tortuous method of execution had only been seen once before, and that case remained unsolved. Confident of a connection between the grizzly murders, the police turn to the one man they believe can help. With the allure of closure to his own personal tragedy, Max Elliot agrees to reinstatement for one last case. But the clues lead the unstable detective down a path he never could have imagined. A mysterious drug, a world beneath our own, sex and violence on an unprecedented level, and creatures as ancient as sin itself.

Follow Max as he looks for answers in THE CITY.

 

Und alles beginnt so… "normal":
Max, ein ehemaliger Polizist, dessen Frau auf widerlichste Art und Weise ermordet wurde und Tochter spurlos verschwunden ist, wird zu einem Mordfall konsultiert: die Opfer wurden gehäutet und ausgenommen… auch ihre Knochen wurden entfernt – genau wie bei seiner Frau…

Und dann nimmt alles seinen Lauf: Vermutungen und Hoffnungen, die Reise ins Unbekannte, um Antworten zu finden – in "die Stadt"; "The City"…

The City ist eine Stadt unter der Stadt. Ein Sündenpfuhl, in welchem nichts unmöglich, nichts unkäuflich und nichts undenkbar ist. Die letzte Perversion, der erste kranke Geist – hier finden sich die Alpträume, welche nie gewagt wurden geträumt zu werden.
Max begibt sich nun hier auf die Suche nach seiner Tochter, denn er ist der festen Überzeugung, dass sie nur hier sein kann – hierher verschleppt wurde; von wem auch immer.

Wie bereits gesagt, begann alles so unglaublich "normal". Ein ehemaliger Polizist; Frau ermordet; Kind entführt; Schuldgefühle; eine unbekannte Stadt, welche ihr Dasein bewusst im Verborgenen hält…

…und dann ist man plötzlich nicht mehr im Beginn. Ist plötzlich auf der Reise mit Max, ist selbst die Reise, ist selbst Max und doch Leser, ist fremd in einer abstoßenden Vertrautheit. Und so beginnt die Normalität ihre Metamorphose.

Unter dem Deckmantel eines Krimi-Noir im Chinatown zu Beginn des 20. Jahrhunderts, taucht man ein in die letzte Essenz des Lebenswillens und vereint sich mit der Dunkelheit.
Man leidet nicht mit Max, man ist sein Leid! Man spürt förmlich wie man selbst als Träne aus seinen Augen zu fliehen versucht, schmeckt die Verzweiflung, die seinen Geist zu vergiften droht und riecht die Angst, die der Entschlossenheit ein treuer Bruder ist.
Was Mendes hier geschrieben hat ist so weit entfernt von einem klar zu definierenden Genre: es ist eine nicht greifbare Mixtur aus (extremem) Horror, Krimi-Noir, Psycho-Thriller und Entwicklungsroman.

Die Opiumwolken bilden sich langsam zu einem eigenständigen Firmament, unter welchem man beginnt eine Art von Co-Existenz zu entwickeln, ein Dasein im Dasein – ein Leben in „The City“.
Die Befremdlichkeit weicht immer weiter einer Vertrautheit, wie sie das Bewusstsein nicht zu begreifen vermag, einem Fiebertraum gleich, sinkt man immer weiter hinab in die nie gewagten Alpträume der Angst und bettet sich schließlich in der verrottenden Wiege der Verzweiflung – die Metamorphose ist beendet; und beginnt zugleich erneut…

The City ist extremer Horror, ist ein psychisches Entsetzen, welches im Gewand des Übernatürlichen nur an Farbe gewinnt. Mendes arbeitet hier weniger mit den Exzessen der Gewalt, als den Grundfesten des Empfindens; er überfällt den Leser nicht, baut nicht auf schockierenden Widerwärtigkeiten oder nahezu unbeschreiblichen Gewaltausbrüchen auf – er nimmt sich den Leser einfach.

Mendes nimmt sich den Leser mit einer beinahe schon unheimlichen Selbstverständlichkeit, spricht ihm jegliche Selbstbestimmung ab und sticht dann einfach zu: einmal – präzise – kurz. Und so lässt er einen zurück, langsam ausblutend in der Befremdlichkeit der eigenen Perversion, der eigenen Grenzenlosigkeit, welche uns alsbald nicht nur willkommen heißt, sondern uns zurück erwartet hat…

Willkommen zuhause… in The City.

Vielen Dank an Marc Ciccarone von Blood Bound Books für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares und der damit verbundenen Möglichkeit, dieses mir ansonsten eventuell noch lange verborgene Meisterwerk lesen zu dürfen!

 

 

S.C. Mendes - The City

 

Autor:
Titel:
Seitenzahl:
274 Seiten
Verlag:
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
978-1-9402502-74-9

 

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Verfasst von:

Ph'nglui mglw'nafh Cthulhu R'lyeh wgah'nagl fhtagn

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