Kristopher Triana
Body Art – Die Göttin

Pornostar Kandi Hart nimmt ein Filmangebot an, für das sie Dinge tun muss, die über alles hinausgehen, was jemals gefilmt wurde…

Rohe, brutale Unterhaltung voller Sadismus.

 

1988 hat Thomas Harris mit seinem Roman Das Schweigen der Lämmer einen Bestseller geschrieben.
1991 wurde unter der Regie von Jonathan Demme das Buch verfilmt.
2016 ruft Kristopher Triana die Erinnerungen an diese Welterfolge wieder auf – und pervertiert sie zu einem Massaker, wie man es bisher nur selten erlebt hat!
2017 lässt Festa nun diese Unaussprechlichkeit auch in deutscher Sprache auf die Menschheit los!

Harold ist Leichenkosmetiker – aus Leidenschaft. Für ihn ist es nicht nur ein Beruf, sondern eine wahre Passion, den Toten ihr Antlitz zurück zu geben. Nebenbei kann er so vorallem auch noch seiner anderen "Leidenschaft" frönen…
Als Harold nun urplötzlich seine verflossenen Lieben auf seinem Tisch wieder findet, glaubt er an ein Zeichen, dem es zu folgen gilt…

Kandi, ein in die Jahre gekommenes Pornosternchen, wird von ihrem alten Freund und Produzenten Rutger für einen neuen Streifen angeheuert – er will den schockierensten Porno drehen, den die Welt gesehen hat!
Und die Welt hat schon vieles gesehen…

Und Toby und Jessica, ein junges Pärchen, wollten eigentlich nur Urlaub machen…

Ob es das Schicksal nun so will oder nicht: all diese Wege treffen sich alsbald…

Body Art – Die Göttin ist weniger ein Buch, als eine groteske, doch peinlich genau differenzierte Entwicklung – eine Metamorphose des Bösen.
Vom klassischen (Psycho-)Thriller gleitet man in einen Horror-Thriller, um alsbald die Grenzen der Obszönität zu überschreiten und sich in einer Splatterpunk-Orgie wieder zu finden, welche das Verderben in sich trägt – und es gebiert! Und was es austrägt ist ein nahezu unbeschreiblicher extreme-Horror, der die Übernatürlichkeit in ihrer morbidesten Form darzustellen weiß!

In zwei Teilen abstrahiert sich Body Art – Die Göttin zu einer Unwiderruflichkeit, welche sich im ersten Teil darstellt und im Zweiten manifestiert.

Im ersten Teil findet man sich in einer in sich selbst steigernden Mixtur aus Psycho- und Horror-Thriller, in welchem Triana ein perfides Konglomerat aus Obszönität, Perversion und Amoral, wie eine zweite Haut um den Leser legt. Immer wieder bedient er sich dabei auch dem Splatterpunk – doch nicht um zu schocken, sondern darzustellen, nicht um zu reagieren, sondern zu erschaffen!
Bis hier hin mag man noch stellenweise von einer Hommage, einer huldigenden Interpretation von Das Schweigen der Lämmer sprechen können – und doch spürt man in den von Triana geschaffenen, doch bisher nicht ausgesprochenen, Abgründen das Entstehen; das Wachsen…

Im zweiten Teil formt sich nun aus der Perversion, die Anomalie.
Man schwimmt auf einem Ozean des Blutes in die Unnatürlichkeit, in jenes, was nicht sein darf! Aus der zuvor geschaffenen amorphen Annahme, diesem kalten, verrotteten Hauch, welcher um den Leser stiebt, entsteht, materialisiert, metamorphosiert sich das Gottlose, das Namenlose – die Götze selbst!

Wirklich genial ist, ganz gleich, ob auf die Elemente, die Charakterentwicklung oder den reinen Fortgang bezogen: Triana steigert nicht. Er gibt lediglich einen Anreiz, welchen er daraufhin sich selbst entwickeln lässt – er schenkt der Handlung regelrecht die Selbstständigkeit. Er prophezeit und lässt hieraus wachsen. Weder schafft er den Beginn, noch lenkt er auf das Ende – er lässt förmlich geschehen.

Triana hat mit Body Art – Die Göttin nicht nur einen extreme-Horror-Thriller und übernatürlichen Splatterpunk-Roman geschrieben, sondern auch die Brücke zwischen Jesus F. Gonzalez‘ Snuff Killers und Monica O‘ Rourke’s & Wrath James Whites‘ Vergifteter Eros geschaffen – zwischen der Widerwärtigkeit der Realität und dem Unaussprechlichen des Übernatürlichen.

 

…zur Übersetzung

Die Übersetzung erschien bereits in der Leseprobe wirklich anständig zu sein – im nun veröffentlichten Buch, setzte sich dieser Eindruck fort.
Gerade in einem Buch wie Body Art – Die Göttin, in dem es eben auch darum geht Emotionen und Gefühle zu vermitteln, ist eine Übersetzung alles andere als einfach – Philipp Seedorf hat hier wirklich gute Arbeit geleistet!
Zudem hat der Festa Verlag hier einmal wieder bewiesen, dass Übersetzungen auch Spaß machen können – und man für solche, eben kaum an Festa vorbei kommt…!

Vielen Dank an den Festa-Verlag, dass sie sich einmal wieder an eine Kunst gewagt haben, die sonst in Deutschland nie veröffentlicht worden wäre!

 

 

Kristopher Triana - Body Art: Die Göttin

 

Autor:
Titel:
original Titel:
Übersetzer:
Philipp Seedorf
Lektorat:
Katrin Hoppe
Titelbild:
Dean Samed
Auflage:
1. Auflage
(September 2017)
Seitenzahl:
288 Seiten
Verlag:
Ausgabe:
Taschenbuch
(auch als eBook erhältlich)
ISBN:
ohne ISBN
(Festa Extrem – ab 18 Jahre)

 

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Verfasst von:

Ph'nglui mglw'nafh Cthulhu R'lyeh wgah'nagl fhtagn

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